poza-mica-cetate3Die Burg Oradea ist ohne Zweifel (indiskutabel) eine der bedeutesten (wichtigsten) architektonischen mittelalterlichen Monumente Siebenbürgens und des ganzen Landes. In den 16ten und 17ten Jahrhunderten, wurde sie (das) ein (der) Schlüsselteil (stücke) des (defensiven) Wehrsystems des (vom) Habsburgischen Reiches und des (dem) Fürstentums Siebenbürgen gegen das Ottomanische Reich. Sie wurde konzipiert und errichtet als eine gefürchtete Bastei des christlichen Europas vor der ottomanischen Expansion, Rolle die sie (Qualität) für zwei Jahrhunderte beeinhaltet hat (gehabt) und einstimmig von den Zeitgenossen anerkannt wurde.

detaliu-cronica-de-la-viena Die Legenden haben die Burg immer begleitet. Auch der Beginn der Festung, ungefähr am Ende des 11. Jahrhunderts, ist damit verstreut: gemäß der Chronik von Marcu aus Kált (bekannt in der Historiographie unter dem Namen von Chronicon pictum Vindobonensae – gemalte Chronik von Wien) König Ladislau der I. (1077 – 1095), als er auf Jagd in Bihor war, „hat, (…) zwischen den Flüssen Criş (…), einen Ort gefunden wo, auf Anregung der Engel, hat er entschieden ein Kloster zur Ehre der Jungfrau Maria zu bilden, Ort den er Varad genannt hat“. Gebildet auf dem linken Rand des Flusses Criş, in einer sumpfigen Zone, zwischen mehreren Wasserarmen, wird das Kloster, kurz danach, Sitz des Konzils aus 24 Kanonikern bestehend werden, und, danach, des Bistums, das derselbe König hier gründen wird. Um das Kloster so gut wie möglich zu schützen, weil das wertvolle Dinge besaß, wurde das Kloster von einem „Wall“ von Erde und Verteidigungsgraben  umgeben.

detaliu-cronica-de-la-viena-2Auch die Beerdigung des Königs Ladislau der Heilige im Kloster ist in dem Mysterium der Legende verhüllt. Wie aus einer Legende resultiert, hat er im Verlauf seines Lebens den Wunsch in Oradea beerdigt zu sein geäußert: „Als er am Leben war, hat er befohlen in Oradea Bihors gebracht zu werden und dort nach dem Tod beerdigt zu sein. Aber, indem die ungarischen Anführer das schlechte Wetter und den zu weiten Weg gesehen haben, befürchteten sie, dass wegen der großen Wärme, der Leib des frommen Königs schaden könnte und, deshalb, nachdem sie beratschlagt haben, sind sie auf Alba Regală zugekommen, als das näher war, wo sich die Leiber der heiligen Könige ausruhen. Und wann sie rasten und die Augen geschlossen haben, haben Gott und der glückliche Heilige nicht geschlafen. Im Morgengrauen, als sie aufgewacht sind, um weiter zu fahren, waren der Bauernwagen und der heilige Leib nicht mehr dort. Sie wurden traurig und haben nach dem Leib überall gefragt. Aber, als sie nach Oradea gingen, haben sie auf dem Weg den heiligen Leib und den Bauerwagen allein gesehen. Als sie das große göttliche Wunder sahen, haben sie Gott gepriesen“.

carmne-miserabileEigentlich ist er in Zvolen (Zólyom), am 25ten Juli 1095 gestorben und seine Überbleibsel wurden in seiner Stiftung von Oradea viel später gebracht, ungefähr nach 1134. Sein Grab wird einen wichtigen Pilgerfahrtplatz (er war am 27ten Juni 1192 geheiligt) werden und das Ereignis wird sehr wichtig für die zukünftige Entwicklung der Ansiedlungen der Zone und der zukünftigen Burg sein.
Der sichere Beginn einer Festung in Oradea ist eng mit der großen Invasion der Tataren verbunden, die einen großen Teil des europäischen Kontinents beeinflusst, darunter auch die Stadt an den Rändern des Flusses Crişul Repede. Diesmal, statt einer Legende, gibt es genaue und direkte Informationen. Laut des italienischen Mönchs Rogerius, Augenzeuge zu diesen Ereignissen, haben die Beschützer der Burg, vor der tatarischen Gefahr, schnelle Reparaturen ausgeführt. „Die Tataren – schrieb Rogerius – sind bald durch Wälder und Haine, durch Felsen und Schotter in der Nähe von der Oradea Burg angekommen. Und, weil diese Burg sehr berühmt in Ungarn war, haben sich hier zahlreiche adelige Frauen, nicht nur Damen, sondern auch Frauen vom Volk versammelt. Und, obwohl hat der Bischof (Benedikt) zusammen mit einigen Kanoniker die Burg verlassen, war ich doch hier mit den hier gebliebenen Menschen. Und, als wir bemerkt haben, dass die Festung teilweise abgerissen war, haben wir entschieden die Burg mit einer dicken Mauer zu reparieren…“Die Mauern der Festung verteidigten ein Kloster und auch einen Bischofspalast, irgendwo im südlichen Teil des Klosters liegend, als auch andere Konstruktionen eines mönchischen Komplexes. Die Auswirkung der tatarischen Belagerung war verwüstend, als Rogerius berichtete: „ … sie haben die Burg in aller Eile erobert, sie haben das zum größten Teil in Brand gesetzt. Letztendlich haben sie nichts zurückgelassen, außer der Mauern der Festung und, nach sie die Beute genommen haben, haben sie nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen, ältere oder jüngere, auf den Straßen, in Häusern und auf den Feldern getötet (…) Sie haben nichts, weder Geschlecht noch Alter, verschont“.

wardein-catedralaInnerhalb von der Burg wurde, zwischen 1342 – 1370, eine gotische Kathedrale mit beeindruckenden Dimensionen (ungefähr 72 Meter lang) von zwei massiven Türmen flankiert gebildet. Vor der Burg, zwischen 1360 und 1370, haben die Brüder Martin und Gheorghe aus Cluj die Statuen von drei ungarischen Königen aufgestellt, in 1390 mit Ladislaus Reiterstatue aus Bronze komplettiert. Am 25ten August gab Papst Bonifaciu ein Privileg dadurch die Kathedrale zum Rang der Kirche Santa Maria Portiuncula von Assisi oder der Kirche San Marco von Venetien erreichte und so eine große Nummer von Pilgern gekommen auch von den Zonen in der Nähe von Siebenbürgen abgezogen hat.

patrimoniu-13Das Bild der Burg wurde in mehreren zeitgenössischen Beschreibungen und in einigen Kupferstichen bewahrt, darunter die ältesten das von Joris Hoefnagel in 1598 realisiert und das von Cesare Porta ein Jahr später realisiert auffallend. Daraus resultiert, dass der Zugang der alten Burg im Süd war, gegenüber der heutigen Bastei Crăişorul, und dann folgte der Hof des Bischofspalasts und dann der große Hof, der die Kathedrale beinhaltete.

Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts hat die Burg eine unregelmäßige, leicht ovale Form, von einer Steinmauer mit einer Dicke von über ein Meter umgeben gehabt. Wir haben auch die Beschreibung von Giovan-Andrea Gromo gemacht, ein Söldner aus Italien, geboren in 1518, in Bergamo, der, nachdem er als Hauptmann für mehrere europäische Fürsten tätig war, kam er zum Hof von Ioan Sigismund Zápolya im Frühling des Jahres 1564. Sein Bericht ist, im Allgemeinen, korrekt, die von ihm gegebenen Informationen sind nachträglich von anderen Dokumenten, Eindrücken und Reisenoten bestätigt. Nach der Meinung von G. A. Gromo ist die Burg gut positioniert, ist vor der Gefahr des Artillerieschießens sicher, in einer Zeit wann die Fortschritte in diesem Bereich immer bedeutend waren. Sie liegt „in der Nähe einer Höhe wovon nur die Häuser geschlagen werden können, aber nicht die Burgmauern“. Die Stadt „ist von einer starken Welle umgeben und von dem Fluss Criş gebadet, im Altertum Chriso genannt, der zu dem großen Nutzen der Stadt genau durch dieser Mitte fließt und davon man viele leckere Fischen angelt“.

varadinumbatalia-de-la-mohacs

Die bedeutendsten Ereignisse, die im Zentraleuropa während des ersten Teils dieses Jahrhunderts stattfanden, mit dem Kampf von Mohács (1526) und der Gründung des Pashaliks von Buda (1541) kulminierend, haben unter denen, die die Burg verwaltet haben, mehr und mehr die Überzeugung bekräftigt, dass die Bedürfnisse der Zeit eine moderne Festung verlangen und dafür mehrere italienische Meister und Architekten, damals als die fähigsten in diesem Bereich anerkannt, angestellt wurden.

Nach Ansicht von der Geschichte der Oradea Burg, fand der Besuch von Giovan-Andrea Gromo kurz vor dem Beginn einiger bedeutendsten Arbeiten für den Ersatz der alten Burg – derer Konstruktion nach der großen mongolischen Invasion begonnen hat, umgeben von einer Steinmauer dick von fast einem Meter und mit einer fast ovalen Form – mit einer anderen, derer Forme man auch heute sehen kann, fünfeckig, mit Basteien an Ecken, modern, die fähig ist der neuen Kampfmanieren zurechtzukommen statt. Also, von italienischen Architekten geführt, haben die Arbeiten zwischen 1569 – 1570, wann die Crăişorul Bastei und, vielleicht, einen Teil der Verkrüppelten Bastei (Bastionul Ciunt) gebildet waren, und, danach die Goldene Bastei (Bastionul Aurit) (mit Anfang im Jahre 1572). Die Verstärkung Siebenbürgens mit solch einer Festung, ein wichtiger Stütz- und Widerstandspunkt gegen irgendeinen Unterdrücker, wurde von den Türken nicht mit guten Augen gesehen, weil sie fühlten, dass ihre Positionen in Ungarn gefährdet sind.

pierre-lescalopierBeweis dafür bringt uns ein anderer Reisende durch Siebenbürgen, diesmal ein Franzose, Pierre Lescalopier benannt (nach 1550 – nach 1597).Geboren in einer Familie von Richtern des Parlaments von Paris, hat er während 1574 eine lange Reise durch Europa gemacht und hat auch Siebenbürgen besucht, wo er für zwei Monate geblieben ist (16ten Juni – 16ten Ausgust). In seinem Tagebuch mit dem Titel Voyage fait par moi, Pierre Lescalopier, l’an 1574 de Venise à Constantinople par mer jusque à Raguse et le reste par terre et retour par Thrace, Bulgarie, Walach, Transilvanie ou Dace, Hongarie, Allemagne, Friul et Marche jusque à Venise, erzählt er, unter anderem, dass er in Braşov angekommen ist, wurde von dem Richter Lucas Hirscher empfangen, wurde mit Ehre bewirtet und in einem Privathaus untergebracht. Er hat sich hier mit Ioan Milesvár, Anführer einiger siebenbürgischen und ungarischen Boten getroffen. Lescalopier sagt über diese Delegation, dass „er nach Oradea geht, um den Bruder des Fürstens zu finden (und zwar, Cristofor Báthory, Hauptmann der Burg zwischen 1572 und 1577 und Fürst Siebenbürgens zwischen 1576 und 1581 – unsere Note) aus dem ausdrücklichen Befehl des Sultans um die Verstärkungen, die dort vollbracht gewesen waren zu stoppen (an der Konstruktion der Goldenen Bastei – unsere Note) und darüber der Sultan meinte, dass diese eine Arbeit für die Schädigung und das Erschrecken der türkischen Garnisonen, die dort in Ungarn waren «angefangen» wurde. Der Herrscher Siebenbürgens (Ştefan Báthory, auch er ehemaliger Hauptmann der Burg zwischen 1562 und 1564 und dann Fürst Siebenbürgens zwischen 1571 und 1583), die eventuelle Unzufriedenheit des Sultans kennend, hat ihn nach Braşov (Kronstadt) gesendet, und seinen Botschafter  befehlt, ihn in Oradea zu warten, wo auch er sein wird; er sagte, dass er nichts machen wird bis sie diese Burg in dem Zustand – als Mehmed-Paşa gesagt hat (großer Wesir – unsere Note) den sein Herr wollte und dass er mit dem Gouverneur von Buda sprechen wird und dass er den Beweis, dass die Burg zum früheren Zustand gebracht wurde, bringen wird. Genau im Morgengrauen, sagte der französische Reisende, hat jener Herr Milesvár sofort einen Genossen mit dem Brief, um das dem Fürsten nach Alba Iulia zu bringen, gesendet“.

antonio-possevinoWichtige und interessante Informationen über Oradea, mit ihrer Burg und Hauptmann, entdecken wir in den Schriften Antonio Possevinos (1553 – 1611). Italiener, hat er mehrere kirchliche Stellungen gehabt, in 1573 wurde er Sekretär der Kompanie Jesu und so hat er zahlreiche diplomatische Missionen geführt. Seine Beweise aus der Zeitspanne, die er in Siebenbürgen verbracht hatte, wurden sorgfältig gesammelt, für den Zweck ein Werk mit dem Titel “Transilvania” zu veröffentlichen aber, letztendlich, passierte das nur nach seinem Tod. Indem er die Stadt besuchte, schien sie ihm „schön, obwohl ohne (äußerliche – unsere Note) Mauern, mit einer berühmten und großen Burg, von Mauern umgeben“. Man bietet uns nützliche Daten hinsichtlich des Hauptmanns der Burg, der, nach der Gründung der Hauptmannschaft in der Mitte des 16. Jahrhunderts und bis die Türken die Burg in 1660 erobert haben, der zweite Mann im Staat war. „Dieser – schrieb der große Prälat – hat meistens ungefähr 800 Männer zu Pferd und 800 Fußgänger; ihn folgen alle Männer im Gebiet und die, die Güter haben, die Edelmänner oder «Landbesitzer» oder ordinärere Menschen.“ Die strategische Wichtigkeit der Burg genau in der Kontaktzone der habsburgischen und osmanischen Interesse liegend, als auch die Notwendigkeit eine entsprechende Politik zu verabschieden, fähig sich jeden externen Einmischungen erfolgreich zu widersetzen, scheint mit Klarheit bestätigt zu sein. Also, weiter hinsichtlich des Hauptmanns, schrieb Possevino, dass „er gegen die Türken oder die Kaiserlichen, wenn diese die Grenzen übertreten, als sie Beuteexpeditionen zusammen mit ihren Soldaten unternehmen, kämpft und deshalb schickt er immer in allen Richtungen Reiterscharen, die das Land schützen sollen“. Er sagt über die Weise der Zahlung der Verteidiger, dass ein großer Teil der Einkommen aus den Gütern des römisch-katholischen Bistums von Oradea resultiert, „daraus der Bischof nicht einmal eine Unze bekommet, weil die Situation so wurde (…) und die kirchliche Güter waren alle erobert wegen einen Vorwand, den sie berechtigt betrachten und «sind der Meinung», dass sie erlaubt waren, diese für die Verstärkung und Rüstung dieser Burg, die ein sehr wichtiger Grenzpunkt gegen die Türken war, auszugeben“.

evliya-celebiWährend der Herrschaft von Gheorghe Rákóczi I (1630 – 1648) war Schanze, die die Burg umgab, unter dem Niveau des Flussbetts von Crişul Repede, ausgeweitet und vertieft und die Gegenböschung war auch gepflastert. Betreffs des Wehrsystems der Wasserkanäle, schrieb Evlia Celebi in 1660 die folgenden: „Die Burgschanzen haben eine Breite von hundert und zwanzig Schritte. Als sie voll mit dem Wasser von Crişul Repede sind, ähneln sie einem Meer und haben eine Tiefe von siebenundvierzig arsin  und sie sind mit den Galeeren benutzbar. In der Mitte der so großen Schanzen und voll mit Wasser gibt noch eine Schanze, eng, die die Burg umgeben, mit einer Tiefe von siebzig arsin. Das Wasser dieser Schanze ist selbständig; auch wenn das Wasser der zwei Schanzen vom Criş abgeschaltet sein wird, wird das Wasser der kleinen Schanze, in der Mitte, dort weiter bleiben. In dieser Schanze gibt es viele Gattungen von Wasserlebewesen“.

Der äußerliche Hof wird im Inneren von einem fünfeckigen Schloss, zwischen 1618 und 1650 gebildet, mit Zugängen auf allen Seiten verdoppelt. Den alten Bischofspalast ersetzend, wird das neue Schloss einen der von den siebenbürgischen Fürsten lange bevorzugten Orte, am meisten in dem süd-östlichen Teil des Gebäudes, der Roten Bastei (Bastionul Roșu) gegenüber, veranstaltet. Als Folge von den wiederholten Belagerungen, wegen dieser Höhe, die größer als die äußerlichen Mauern war, hat das viele Schäden gelitten.

Im Verlauf der Jahrhunderte war die Burg mehrmals bedrängt. Die erste wichtige Prüfung nach dem tatarischen Angriff war am Anfang des Jahres 1474, wann Ali Oglu Malcovicis Heere, Gouverneur von Semendria, die Stadt am 7ten Februar angegriffen haben. Chronicon Dubnicense, die Quelle, die uns über den Verlauf der Ereignisse informiert, präzisiert, dass, von der Abwesenheit von Matia Corvinul, der in einer Expedition in Südpolen war, profitierend, haben die Angreifer die sehr reiche Stadt zerstört (civitatem illam opulentissimam Waradiensem) und in Sklaverei „Bürger und Bewohner dieses Landes“, ohne die Burg erobern können genommen haben.

cetatea-sec-XVIDie nächste türkische Belagerung fand 1598 statt. Die Burg hatte jetzt eine wichtige Unterstützung von Mihai Viteazul (Michael der Tapfere), Herrscher von Walachei.
Am 23ten September sind die Türken in der Nähe der Stadt angekommen, aber die eigentliche Belagerung hat nur am ersten Oktober begonnen. Ungefähr 20.000, haben sie das Lager im Halbkreis nord-östlich von der Burg aufgestellt. Für die Belagerten hat auch eine Truppe von dem Herrscher von Walachei gesendet und von dem Kommandant Leca geführt, und zwar 1500 Soldaten. Wegen des langen Herbstregens und der Krankheiten der türkischen Soldaten, endete  die Belagerung am dritten November. Obwohl kurz, hat diese fast die ganze Stadt zerstört, als auch einen Teil der Burg (die Verstümmelte und die Crăişorul Bastei wurden gesprengt) sowie den Süden des Bezirks Bihor.

1658 haben die Türken ihre Aufmerksamkeit wieder auf Oradea gerichtet unter dem Vorwand der Bestrafung des Fürsten Gheorghe Rákóczi der II., der, in 1657, wegen einiger älteren Ambitionen seiner Familie eine Kampagne in Polen für die Erlangung  des Throns dieses Landes vorgenommen hat. Als Erwiderung, und weil Oradea Treueeid vor dem neuen von den Türken auferlegten Fürsten, Rhédei Ferenc, abzulegen verweigert hat, haben sie wieder die Burg umringt.

miron-costinSind wurden von bedeutendsten tatarischen Truppen, als auch von einigen moldawischen Jahrgängen von dem Herrscher Moldawiens selbst und dem Chronisten Miron Costin begleitet geholfen sein. Die Belagerung, in der Mitte des Monats September begonnen, wird kurz dauern und wird am Ende desselben Monats geendet sein, ohne ihren Zweck zu erfüllen. Wieder unter der Herrschaft von Rákóczi, ist die Burg jetzt Aufenthaltsort aller Adligen von dem siebenbürgischen Fürstentum, die gegen die Zentralpolitik waren, geworden.

Der Plan der Türken, Herrscher der Burg zu werden, wird zwei Jahre später wiederaufgenommen, in 1660, diesmal mit viel mehreren Truppen (ungefähr 45.000 Menschen, wobei die Zahl der Verteidiger nur ungefähr 850 war). Die Hilfegesuche von der Seite des siebenbürgischen Fürstentums blieben ohne Antwort, weil der Fürst Acaţiu Barcsai selbst von den Angriffstruppen in Gefangenschaft genommen wurde. Die Hilfe von Wien ist auch nicht gekommen, am 27. Juli hat der kaiserliche Rat, in Graz versammelt, entschieden nicht einzugreifen. Die Situation der Menschen in der Burg ist immer wieder schwieriger geworden. Dazu hat auch der Mangel an Vorsicht des Verwalters der Burg, Kürti István, beigetragen, der, am 14. August, ein Funken im Pulverdepot aufloste und so das ganze Arsenal explodierte und wichtige Schäden der Verteidigungsmauer der östlichen Seite der Burg resultierten. Mittlerweile gelang es den Türken, als Folge eines Verrats, das Wasser aus der Schanze zu evakuieren und die Goldene und Rote Bastei zu sprengen. Betreffs der Evakuierung des Wassers in der Verteidigungsschanze, fast alle bestehenden Quellen zuschreiben das einer Frau, die das Geheimnis als Entschädigung für die Befreiung ihres Sohns, der Gefangene der Belagerer war, enthüllt hat.

evlia-celebiEvlia Celebi schrieb: „Aber, so wie das Sprichwort sagt, <Wenn Allah etwas will, stellt er auch die Mittel griffbereit>, kam einer Nacht  eine ungarische Frau zum Feldherrn Ali-Paşa und folgendermaßen sprach: «Herr, wenn du meinen Sohn aus den Händen der Tataren befreist (Belagerer zusammen mit den Türken – unsere Note), zeige ich dir den Ausflussort des Wassers von der Burgschanze; wenn du das Wasser aus der Schanze ausfließt und die Burg ohne Wasser bleibt, kannst du diese ohne Erbarmen erobern; andernfalls, fürchtet sich diese Burg vor Kanonen nicht»“. Die Episode wurde mit einigen Unterschieden auch von dem Chronisten Georg Kraus in seiner Transilvaniei Khronik, zwischen 1608 und 1665, berichtet: „In der Zwischenzeit, hat eine verhaftete ungarische Frau (…) benachrichtigt, dass sie, wenn sie befreit werden wird, den Ort woraus das ganze Wasser ausgeflossen sein kann, zeigen wird, weil, als die Bethlens Bastei gebildet wurde, in der Zeit Gabriel Bethlens, arbeitete sie für den damaligen Richter der Burg und, also, die ganze Situation der Wasserschanze kennte (…). Sie hat die Türken zu dem Fluss Peţa genommen und sagte ihnen eine Schanze davon bis zur Bethlens Bastei zu graben und dann wird das ganze Wasser ausfließen“.

Letztendlich, müde, ohne Provisionen und ernstlich dezimiert, nach sie ihre Beschwerden vorgelegt und Garantien über ihr Leben verlangt haben, haben die Verteidiger zu kapitulieren entschieden. Dauernd drei Jahrzehnte wird die Burg unter türkischer Herrschaft bleiben. Währenddessen hat sie sich, wegen ihrer Wichtigkeit, einer speziellen Aufmerksamkeit erfreut. Kurz nach dem Ende der Belagerung wurden Menschen aus den benachbarten Dörfern für die Wiederherstellung der Breschen und die Sanierung der Schanze gebracht. Der türkische Chronist Evlia Celebi, direkter Teilnehmer an der Belagerung, hat es folgendermaßen beschrieben: „die Burg Oradea ist der stärkste Damm Siebenbürgens (…). Sie liegt unten auf dem Berg Olosig (…) und hat eine fünfeckige Form. Das ist eine feste Konstruktion, aus Backstein gebildet, mit fünf Basteien, weil das eine sehr kräftige Burg ist, als wäre das die Burg Famagusta. Sie hat solide Befestigungen und haltbare Mauern“.

Nach der Ablehnung der Türken unter den Mauern Wiens in 1683 folgte eine Reihe anderer Siege, die die christlichen Truppen (am meisten die österreichischen) gegen die ottomanischen davontragen werden. In diesem Kontext, im Sommer des Jahres 1691, werden die Österreicher an der Grenze Oradeas ankommen, sie werden die Stadt umzingeln und, nach der Eroberung Olosigs (zu diesem Zweck 12 Kompanien benutzend), haben sie die Burg attackiert, nachdem sie zwei Batterien mit 10 Kanonen und zwei Walkmühlen auf den Hügeln in der Nähe installiert haben.asediu-1691

donath-heisslerDie Belagerung war lang und hat die Zivilisten aus der Stadt vertrieben. Weniger intensiv im Winter zwischen den Jahren 1691 und 1692, war die Belagerung stark im Mai 1692 wiederaufgenommen. Die kaiserlichen Heere waren von dem Feldherrn Donath Heissler geführt. Hauptsachlich   Kanonenfeuer benutzend, ist es den Österreicher gelungen, einen großen Teil der Dächer der Gebäude innerhalb der Burg in Brand zu setzen, wobei die Kanonen auf dem Hügel große Schäden der Basteien verursacht haben. Am 28. Mai 1692, ernst dezimiert, ohne Hoffnung Hilfe zu bekommen, hat die türkische Garnison der Burg kapituliert. Der Eintritt der österreichischen Truppen in die Burg am Anfang des Monats Juni wird den Beginn einer neuen Ära im Leben der Stadt markieren und, gleichzeitig, das administrative Zurückkehren zu der christlichen Welt Europas.

Die strategische und politische Wichtigkeit der Burg wird ihr wieder Schwierigkeiten während der gegenhabsburgischen Bewegung von Francisc Rákóczi der II. geführt bringen. Die aufständischen Truppen haben sich auf die Burg schon von den ersten Momenten der Auslösung des Kampfes konzentriert, indem der Hauptmann Paul Gödényi von Rákóczi, am 17. April 1703, den Befehl die Burg zu umringen bekommen hat. Diese war fast ununterbrochen bis in 1706 blockiert, wann dem Feldherrn Rabutin wird es dieser Befreiung durch die Liquidierung des Lagers der Kreuzfahrer von Olosig gelingen. In 1708 ist die Belagerung wiederaufgenommen und endet sich nur in 1710 und das wegen des Ausbruchs einer mächtigen Pestepidemie, die die beiden Seiten geschädigt hat.

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Weil es mit der Verbesserung der Schusswaffen und Artillerie festgestellt wurde, dass die Gebäude in der Nähe der Burg für diese gefährlich geworden sind, indem diese im Falle von Angriff benutzt werden konnten, hat die Hauptmannschaft in 1714 einen Befehl erteilt, dadurch jede Konstruktion 500 Meter weit von den Außenmauern der Burg gebildet werden soll. Die Maßnahme wird zur sofortigen Demolierung von 162 Gebäuden führen. Nur erst nach 1780, als die Burg nicht mehr so wichtig sein wird, wird die Konstruktionszone der Stadt bis in der Nähe der Schanz erweitert werden, also der Subcetate Markt (Burgberg) resultierend.

Während der Revolution von 1848 hat die Burggarnison vom Feldherrn Gläser geführt die Revolution gestützt. In der Nacht von 21. zu 22. März waren dort nationale Farben als Zeichen der Teilnahme an der Revolution gehisst, so die Gefahr einer gewaltsamen Intervention gegen die Revolutionäre beseitigt war. Am Ende des Jahres, hat die Diät Ungarns entschieden, dass, wegen der Verschlechterung der Situation, alle revolutionären Institutionen von Pesta nach Debreţin übersiedelt sein sollen. Man hat entschieden, dass Oradea in einer wichtigen Militärbasis umgewandelt sein soll und dieser Kern in der von der kaiserlichen Garnison verlassenen Burg aufgestellt sein soll. Als Folge, in Januar 1849, wurden hier die Ausrüstungswerkstätten die Gewehre, Bajonette und Schwerter herstellten umgezogen und eine große Menge von Munition wurde hier gelagert. Man produzierte hier täglich ungefähr 250.000 Patronen.cetatea-sec-XIX

Durch ein Dekret am 16. Mai 1857 vom Kaiser Franz-Josef erlassen wurde der militärische Charakter der Burg von Oradea endgültig annulliert. Bis 1918 war das nur als zusätzlicher Platz für die militärischen Aktivitäten verwendet. Zwischen 1883 – 1887 wurden mehrere Reparaturen, Konsolidierungen und Verbesserungen geleistet und zwischen 1881 – 1883 wurden die ersten archäologischen Untersuchungen in der Burg gemacht und so wurden die Spuren der gotischen Kathedrale vom 14. Jahrhundert entdeckt.

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Nach 1918, in den Zwischenkriegsjahren, wird die Burg der Sitz einer Gendarmschule und nach 1945 wird auch Militärobjekt von dem Innenministerium und dem Landesverteidigungsministerium verwendet. Es scheint, dass zwischen 1947 und 1952, die Sekurität ein Transitlager im nördlichen Flügel des fürstlichen Schlosses gehabt hat. Seit der Mitte der 70er Jahre sind in der Burg auch wirtschaftliche Einheiten, die in reichem Maße zu dieser bedeutendsten Degradierung durch eine für das Spezifikum und Altertum der Burg nicht passende Ausbeutung beigetragen hat eingetreten.

Ausgewählte Bibliographie