istorie1Das Altertum

Im Bihorland kann man die Erscheinung der Menschen ungefähr am Ende der Mittel-Altsteinzeit datieren (ungefähr 50 000 – 35 000 v. Chr.). Die Entdeckung im Jahre 1909 in dem Umkreis der gewesenen Ziegelsteinfabrik Knapp (neben der Zughaltestelle Großwardein-Ost) eines Knochenlagers gebildet aus 17 Teile von unterschiedlichen Tierarten hat in vielen Forscher die Überzeugung, dass sie Haushaltreste aus dem Ober-Altsteinzeit sind, bekräftigt, so dass sie die Anwesenheit des Homo sapiens auf das aktuelle Gebiet Großwardeins bestätigen.

Selbst wenn für die epi-Altsteinzeit und die Mittelsteinzeit (ungefähr 10 000 – 5 500 v. Chr.) keine klare Entdeckungen im Umkreis der Stadt gibt, kann man sagen, dass es kein Hiatus zwischen der Altsteinzeit und dem Neolithischen gab.

Die Jungsteinzeit, oder die Epoche des geschliffenen Steines (6 400/5 500 – 2 500/2 200 v. Chr.), charakerisiert durch die Erscheinung einiger stabilen menschlichen Siedlungen, ist durch die großwardeinische Geschichte durch mehrere Kulturen repräsentiert (einige davon auf dem ganzen Land erweitert), sowie die Criş Kultur (das Ober-Neolithische), Ciumeşti und Tisa (in Nord-West, das Mittel-Neolithische), Tisa III (Tiszapolgár), Gheja, Coţofeni, Baden  (das Ober-Neolithische).

Im Umkreis Großwardeins wurden mehrere Punkte geforscht: auf der Salca Terasse, in den Punkten Guttmann, Gheţărie, Rulikowszky Friedhof, Seleuş, Petöfi Park.

Die Keramik-Fragmente, die dieser Epoche angehören, mit dem Anlass der Ausgrabungen entdeckt, gehören zu Gefäße von verschiedene Formen und Größen: Töpfe mit gewölbte Wände, Schüssel mit Beinchen, Gefäße mit profiliertem Grund oder kleinem Bein, Schalen mit dünnen Wänden usw. Bezüglich der Wohnungen, bis in der Gegenwart wurden zwei Kategorien entdeckt: Hütten-Typus (eigentlich ovale Wohnungsgruben mit dem Herd direkt auf der Lehmfläche aufgelegt) und Plattformwohnungen, auf der Oberfläche. Die Praxis der Landwirtschaft ist in dieser Periode von den Entdeckungen mehrerer Hacken aus Hirschhörner, Schleifmaschinen, karbonisiertes Weizen (Trititicum monococcum L) oder Knochen einiger Tierarten wie Ziege (capra hircus) und Ochse (bos taurus) in Großwardein-Salca bestätigt.

Die Übergangsperiode vom Neolithischen zu der Bronzezeit verbreitet sich auf ungefähr sieben Jahrhunderten und ist in Großwardein von drei große Kulturen repräsentiert: Gheja-Bodrogkersztúr, Coțofeni und Baden. Die Keramik dieser Kulturen ist meistlich von Gefäßen in Form von Blumentöpfe, Milchtöpfe, Schüssel mit plattem Grund, Kannen mit sphärischem oder ovoidalem Körper, abgeschnittene Schalen, Amphoren, verschiedene Typen von Tassen usw., repräsentiert.

Die Bronzezeit (ungefähr 2 200 – 1 200/1150 v. Chr.) wurde in mehreren Gebieten  auf der Salca Hochebene, auf Dealul Viilor, vor dem T.B.C. Sanatoriums, neben den aktuellen Stadion usw., erforscht. Die bedeutendste der Kulturen aus der Crișurilor-Bassin Gegend war die Otomani-Kultur, zu dieser fügte man die Kulturen Wietenberg, Suciu de Sus, Periam-Pecica hinzu. Neben einen sehr reichen keramischen Material, wurden mit dem Anlass archäologischer Ausgrabungen auch viele Knochenwerkzeuge (Pflanzer, Hacken, Furchen usw.), Stücke und Schmuck aus Bronze, zum Vorschein gebracht.

cotofeni-patratDie Eisenzeit  repräsentiert die letzte Entwicklungsetappe der primitiven Gesellschaft und teilt sich in zwei: die erste Eisenepoche, auch Hallstatt genannt, und die zweite Eisenepoche oder La Téne. Neben der Keramik, in dem ersten Teil der Epoche haben die Entdeckungen von Waffen, immernoch aus Bronze hergestellt (Schwerte, Degen, Dolche), Schätze von Goldobjekte (Anfang XX Jahrhunderts waren schon drei bekannt), die Spuren einiger Gebiete usw., einen wichtigen Platz besetzt. Zur gleichen Zeit erschienen  die ersten Werkzeuge aus Eisen (schon aus den früheren Hallstatt), die älteren in der Gegend Großwardeins eine größere Anzahl von Kelten. Im Laufe der Zeit wurden zu diese verschiedene Sattelteile, Waffen, landwirtschaftliche Werkzeuge, Töpfe, Ornamente hinzugefügt. Die Eisenzeit fällt zusammen auch mit der Erscheinung der ersten schriftlichen Informationen von dem “Vater der Geschichte” Herodot über die Geto-Daker; dieses Moment stellt den Übergang von der Vorgeschichte zur Geschichte dar. Diese Epoche deckt sich mit dem Eindringen der Kelten in Mitteleuropa, dieser umfassende Prozess hatte tiefe Auswirkungen auf die Geschichte des rumänischen Raumes; die Kelten waren bekannt als gute Landwirte, die den Pflug mit Eisenplatte verwendeten. Keltische Funde wurden entdeckt auch in Oradea im Pusta Iklod, auf Platoul Salca, im städtischen Stadion, usw. Gegen Ende der Epoche könnte man einen starken Anstieg des Geldumlaufs bemerken, neben spät keltischen Münzen verkehren auch Daker Imitationen der griechischen und makedonischen Münzen.

salca-patratDer Altertum: die dakische Zivilisation aus dem großwardeinischem Gebiet hat sich in dieser Periode durch ihre Eigenschaften in der allgemeinen Lage der dakischen Zivilisation auf der ganzen Ausdehnung eingeschrieben. In Großwardein wurden die dakischen Siedlungen am Oradea-Salca II, auf Dealul Viilor, Oradea-Sere, Ioșia, Seleuș geforscht. Die römische Eroberung, nach den zwei Kriegen mit den Daken, hat Nord-West-Rumänien und somit auch nicht die Region Großwardeins eingeschlossen, obwohl es einige Historiker es behaupten, die sowohl in parallel Großwardein mit der hypothetischer Stadt Ulpianum identifizierten. Die freien Daker (also der Teil der Bevölkerung, welcher außerhalb des Römischen Kaiserreiches blieb), die auf dem aktuellen Gebiet oder in der Nachbarschaft lebten, blieben weiterhin in ihren alten Siedlungen, sehr wenige davon verschwanden auf dem unteren Wasserlauf des Crișul Repede am Anfang des II Jhr. n.Chr. Die archäologischen Entdeckungen, die der freien Daken aus dem großwardeinischem Gebiet gehörten, sind relativ wenige, da sehr wenige der archäologischen Ausgrabungen in diesem Zweck waren. Die existierenden Beweise aber zeugen bestimmte Einflüsse, die sowohl aus dem sarmatischen Stämme aus der Nachbarschaft, als auch Einflüsse die auf dem römischen Weg gekommen sind. Man konnte ebenfalls ein verstärkertes Verkehr der römischen imperialen Münzen feststellen, welche aus einem chronologischen Standspunkt II-III Jahrhundert n. Chr. stammen. Die Münzen, die in Großwardein umgingen, wurden am meisten in der Zeit von Traian (96-117 n. Chr.), Hadrian (117-138 n. Chr.) und Antonius Pius (147-161 n. Chr.) ausgestellt. Übrigens, waren die Beziehungen zwischen den freien und den imperialen Daken friedlich während der ganzen Herrschaft und breiteten sich meistens auf ökonomischer Ebene aus.  Nach dem Aurelianischem Rückzug und nach dem Verlassen Dacia’s von dem römischen Kaiserreich  (271 n. Chr.), reduzierte sich der Münzenverkehr, verschwand aber nicht komplett.

Die Übergangsperiode von der Antike zum Mittelalter: erbreitet sich seit das Verlassen  Dacia’s von der römischen Amtsgewalt bis zur  Erscheinung der ersten vor-staatlichen Bildungen am Anfang des X-ten Jahrhunderts n. Chr. Der Stadium der aktuellen Forschungen zeigt zu diesem Moment eine  Transitionsperiode, charakterisiert von einer Reihe  historischen Prozessen, die auf die dako-römische Bevölkerung beruhten. Der Aurelianische Rückzug hat die ethnische Struktur der von Daken bewohnten Gebiete nicht beeinträchtigt, so dass man sicherlich über eine Wohnkontinuität der Bodenständigen sprechen kann, die im Falle von Großwardein geprüft durch die Entdeckungen von Oradea-Salca bewiesen sind. Ein neues Element wird eine Reihe mehrerer Wellen von Wandernden, die tiefe Spuren in dem Leben der Bewohner lassen werden, bilden. Am Anfang wurde die Anwesenheit der Hunnen und Ostrogothen aufgezeichnet, da die Entdeckungen aus dem großwardeinischen Gebiet zu den letzteren gehörten und  aus dem chronologischen Standpunkt des IV-V Jahrhundert n. Chr. passten. Die hunnische Herrschung auf einem großem Teil der panonischen Tiefebene zur Zeit von Attila ausgeübt, wurde von die Gepiden im Jahre 454 besiegt, sodas diese nachdem die Herrschaft auch über Crișana ausübten. Im Jahre 568 wurde ihre Macht von Avaren besiegt. Obwohl bis zu diesem Moment keine sichere Zeugnisse in Großwardein gefunden worden sind die den neu Gekommenen gehören, kann man schätzen, dass diese auch den aktuellen Umkreis der Stadt kontrollierten. Denen folgten die Slawen, deren sicheren Anwesenheit in dem Bereich Großwardein mit Annäherung am Ende VII-ten Jahrhunderts (nach dem Jahr 680) festgelegt wurde. Die Symbiose der lokalen Bevölkerung mit den Slawen ist durch die Erscheinung der bearbeiteten Keramik am Rad in einer Reihe von Gebieten oder avaren Nekropolen (aus ganz Transilvanien),  beurkundet. Nach dem massiven Ubergang der Slawen am Süden der Donau, nach dem Verschwinden d dortigen bisantinen Macht , assimilierte die dako-römische Bevölkerung die slawischen Siedlungen die im Norden des großen Flusses geblieben waren.