Colecţia Muzeului episcopal reformat
Die Sammlung des reformierten bischöflichen Museum
  • Bauweise - Barock Klassizistischen Stil
  • Zeitrahmen -1784-1787
  • Architekten -Eder Iacob şi Rimanoczy K.
Die Reform wurde in der Gegend von Bihor ausgebreitet, insbesonderes ab der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Reform trug wesentlich nicht nur zur Belebung des geistlichen Lebens in dieser Gegend, sondern auch zur Entwicklung der Kultur bei. Eine der Folgen der Ausbreitung der reformierten Bewegung in unserem Interessenbereich war die Gründung einer Druckerei. Die Massnahme rechtfertigte noch ein Mal die Feststellung dass dies „das Wickelkind des gedruckten Buches” war (mit Bezug darauf, dass die Erfindung des Druckes viel zur Ausbreitung der Ideen von Luther und Calvin beitrug).

Die Druckerei wurde von Rafael Hoffalter gegründet. Er hat insbesondere kirchliche Bücher gedruckt. Der erste hier gedruckte Band war die Übersetzung und Erläuterung des Buches Hiob aus der Bibel, die dem Melius Juhász Péter zu bedanken war. 1566 folgte ein Band von kirchlichen Gesängen, das von Szegedi Gergely betreut wurde. Bis zu der Eroberung von Oradea/Großwardein durch die Türken im Jahre 1660 erschienen hier über 100 Bänder.
Gewiss bleibt die bemerkenswerteste die Bibel von Oradea/Großwardein. Ihr Druck fing schon im Jahre 1657 an und 10000 Exemplare wurden gedruckt. In der ersten Phase wurde der Druck des  Neuen Testament bevorzugt. Dieser wurde im Sommer des Jahres 1660 veröffentlicht, als Oradea/Großwardein von Türken belagert wurde; unter diesen Umständen musste die Druckerei nach Cluj umziehen. Der komplette Druck der Heiligen Schrift wurde im Laufe des Jahres 1661 fertiggestellt.

Zusammen mit einer großen Anzahl von reformierten Kirchen, viele von denen kleine Architekturjuwelen, wie z.B. diejenigen von Albis, Acat, Episcopia Bihor, Ciumesti, Ip, Finis, Iermata Neagra, Crasna, Recea, Mesesenii de Jos, Remetea – im Innen deren eine Freske seit dem 15. Jahrhundert aufbewahrt wird, die die Könige Stefan, Ladislau und Emeric schildert -, Mineu, Misca usw., ist die Inventur dieses Kultes mit der Existenz von vielen Bechern, Pokalen, Kelchen, Hostienteller, Kultbecher usw. ergänzt, deren Ausstellung jederzeit zu einem Anziehungspunkt für Tourismus werden kann.

Unter den Kultbechern, die bis zur Zeit aufbewahrt werden, ist der silberne Becher der Kirche aus Nusfalau vom 17. Jahrhundert, bemerkenswert graviert mit tiergestaltigen Figuren; auch bemerkenswert ist der Becher mit Sockel von der Ortschaft Adoni, der aus Silber in einer deutschen Werkstatt in der zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts erzeugt wurde, die Becher von der Ortschaft Ghenci, die mit Fischschuppen geziert wurden; von dem kleinem Becher weiß man, dass er in Pressburg von Sebastianus Liebhardt (1575 -1577) oder Eligius Sattler (1576-1592) hergestellt wurde; der große Becher wurde nach dem kleinen im Jahre 1758 hergestellt; derjenige von der Kirche von Suplacu de Barcău, in dessen „Schuppen” die rustikalen Figuren der 12 Apostel; diejenigen mit Sockel von Episcopia Bihor, die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus vergoldetem Silber; diejenigen von der Ortschaft Misca, die im Zeitraum zwischen dem Ende des 16. Jahrhunderts und dem Anfang des 17.

Jahrhunderts, am wahrscheinlichsten im deutschen Raum hergestellt wurden, das Hauptzierelement davon gibt die Form einer Träne wieder, die die Leidenschaft von Jesus symbolisiert; derjenige von der Ortschaft Sălacea, verschönert mit zahlreichen Formen vom reifen Barock, hergestellt am Ende des 17.Jahrhunderts in der Silberwerkstatt von Sibiu/Hermannstadt (wahrscheinlich unter Überwachung des Goldschmiedmeisters Sebastian Hann). Aus der Kategorie der Pokalen stehen diejenigen aus, die den Kirchen aus Episcopia Bihor, Cadea und Cetariu gehören und vom Anfang des 17. Jahrhunderts sind, üppig, mit Ananasform (sehr selten erscheinen solche Formen im siebenbürgischen Raum, derjenige von der letzten Ortschaft wurde von Seres Istvan der Junge, der Hauptsilberschmied des Fürstes Gabriel Bethlen) hergestellt; bemerkenswert ist auch der Pokal mit Kokosnuss von der Gemeinde Crasna, der in einer Werkstatt in Augsburg am Anfang des 17. Jahrhunderts hergestellt wurde.