Muzeul de la Centrul Eparhial Oradea
Das Museum des Eparchiezentrums Oradea
  • Bauweise - Eklektischen Stil
  • Zeitrahmen -1903
  • Architekt – Rimánoczy Kálmán jr.
IN der Bihor Gegend war die Orthodoxie ab dem 18. Jh. (als der griechische Katholizismus auftrat) bis spät  mit der rumänischen Bevölkerung identifiziert, und das wurde zu einem der wichtigsten Elemente  der rumänischen nationalen Identität.
Da er ein großes Alter in unserem Interessenbereich hat, bot die Orthodoxie im Laufe der Jahre den Rahmen an, in dem vielfältige Tätigkeiten, die dem Bereich des intellektuellen und künstlerischen Leben gehörten, erfolgten, und die in einer großen Anzahl von historischen Schriften und verschiedenen Arten von Manuskripten, in der Erscheinung von alten kirchlichen Druckwerken, von Holz- oder Glassikonen, von kirchlichen Gegenständen usw. dokumentiert wurden.

Der Anfang einer orthodoxen Museumsammlung in Oradea/Großwardein sind in Verbindung mit der Tätigkeit von Roman Ciorogariu, der erste Bischof des neu belebten Orthodoxen Bischofsamtes von Oradea/Großwardein; schon seit dem Anfang seiner Tätigkeit traf er die Entscheidung beim Eparchiezentrum alle alten kirchlichen Gegenstände und Arbeiten aus seiner ganzen Eparchie zu sammeln mit dem Zweck der Gründung eines Museums, und dafür erteilte er ein Rundschreiben, das weiter geleitet wurde zu allen Erzpriesterämtern und Kirchengemeinden am 11/24 Dezember 1921. Die Vermehrung der Anzahl von historischen Vermögensgegenständen, die zu Besitz des Museums während seines Dienstes und nachher wurden, führten dazu, dass eine Erweiterung des dazugehörigen Raumes notwendig wurde, so dass zwischen den Jahren 1970-1973 vier Ausstellungsräume und zwei Lagerräume vorbereitet wurden, und die Sammlung wurde zugleich mit der Einsegnung der Kapelle vom Eparchiezentrum am 25. November 1973 vom Bischof Vasile Coman von Oradea/Großwardein eröffnet.

Zur Zeit ist die Museumsammlung einheitlich in mehreren Exponatengruppen strukturiert, nämlich: die Dokumentensammlung, die Mannuskriptensammlung, die Altbuchsammlung, die Holzikonensammlung, die Glassikonensammlung,  die Kultgegenständesammlung.

Die Dokumentensammlung

Die Museumssammlung vom Eparchiezentrum aus Oradea/Großwardein besitzt Gegenstände großes Wertes und großer Wichtigkeit für die Geschichte des rumänischen orthodoxen Bischofsamtes aus Oradea/Großwardein, die z.B. in Verbindung zum Leben und Tätigkeit des Bischofs Roman Ciorogariu stehen, und die im Original aufbewahrt sind: das Metropolitschreiben Nr. 225 vom 24. September 1921, von Sibiu/Hermannstadt, der Bezug auf die Einsetzung des Anchimandrites Roman R. Ciorogariu im Amt von Bischof von Oradea Mare/Großwardein nimmt; die Schrift des Aktes der Jubiläumsstiftung Bischof Roman Ciorogariu, der am 6. Dezember 1927 bei Gelegenheit des 75. Jubiläums seines Geburtstages für die Hilfe der Witwen und Waisenkinder der Priester gegründet wurde, und das moralische Testament des Bischofs  Roman Ciorogariu, der am 27. Januar 1928 erstellt wurde usw.

Manuskriptsammlung

Sie beinhaltet 17 Manuskripte, das älteste erschien zur Mitte des 17. Jahrhunderts, ein slawisch-rumänisch Oktoich (ein kirchliches Buch), das in der rumänischen und in der slawische Sprache mit kyrillischer Schrift geschrieben ist.

Eine große Anzahl davon wurden von verschiedenen örtlichen oder wandernden Abschreibern kopiert, die eine intensive kulturelle Tätigkeit in der Gegend Bihor (Schreiben, Übersetzen, Kopieren von Manuskripten usw.) hatten, unter denen ist Vasile Sturze Moldoveanul bemerkenswert und von ihm haben wir zwei Gebetbücher und ein Menäon, Ioan Popa aus dem „Polnischen Lande“, woher wir Varlaams Predigtbuch usw. haben; unter den Siebenbürgischen Abschreibern erwähnen wir Ştefan Popa aus Vima Turzii, Autor von zwei Gebetbüchern, und Toma Popa aus Poieni (Cluj), von wem wir ein Menäon-Triodion, von Pavel Muncăceanul und Ioan Petrovici je ein Menäon, von Gavril Popa ein Pentikostar (liturghisches Buch der griechischen Kirche), und von Ioan Popa aus Luncasprie einen religiösen Kodex, der 1674 in der rumänischen Sprache mit kyrillischer Schrift geschrieben wurde.

Druckwerkesammlung

Sie beinhaltet eine relativ große Anzahl von Druckwerken, die zur Mitte des 16. Und 19. Jahrhunderts (1844) erschienen. Unter den Umständen der Abwesenheit von Druckereien, die die Bücher der orthodoxen Kirche drucken wollten, eine große Anzahl der existierenden Bücher stammen aus anderen Teilen von Siebenbürgen oder südlich von der Karpaten, aus Walachei. So wird die Existenz des Evangeliumsbuches, das in Brasov/Kronstadt 1561 gedruckt wurde, aufgeklärt. Ein Exemplar davon wurde in der Ortschaft Brusturi identifiziert.  Da findet man auch die Deutung der Evangelien und das Rumänische Gebetbuch, beide gedruckt auch in Brasov/Kronstadt zwischen den Jahren 1567-1568; bemerkenswert ist die Anwesenheit des Homiliars – Lernbuch von Coresi, die Museumssammlung besitzt noch ein Fragment aus den Druckwerken von Coresi, nämlich das Rumänische Lernbuch, das in Brasov/Kronstadt im Jahre 1581 gedrückt ist, das der Kirche in Lupoaia gehört.

Unter den anderen bemerkenswerten Druckwerken erwähnen wir: das Slawonische Liturgie-Buch, das in Kiev 1629 unter der geistlichen Überwachung des Erzbischofes und Gelehrten Petru Movila in der slawonische Sprache gedruckt wurde, das Homiliar von Varlaam, das in Iaşi 1643 vom Erzbischof-Wissenschaftler von Moldawien Varlaam gedruckt wurde, das Neue Testament von Bălgrad, das in Alba-Iulia im Jahre 1648 vom Erzbischof Simion Stefan gedrückt wurde, und die Verbesserung des Gesetzes, die in  Târgovişte 1652 auf Ansporn vom Erzbischof Simion Ştefan gedruckt wurde.
Außer dieser Bücher umfasst die Museumsammlung eine Anzahl von 5 fremden Büchern (auf Lateinisch und Slawonisch): das Psalm-Buch geschrieben auf Lateinisch im Jahre 1573, das Alte Testament gedrückt in Rom im Jahr 1588 auf der lateinische Sprache, Psaltirea gedrückt in Moskau im Jahre 1759, auf der slawonische Sprache, Evangelium gedrückt in Moskau im Jahre 1779, auf der slawonische Sprache und das Evangelium gedrückt in Moskau im Jahre 1857 auf der slawonischen Sprache.

Ikonensammlung

Holzikonensammlung. Dies umfasst ungefähr 300 Holz- und Glassikonen, die ältesten sind vom 17. Jahrhundert.
Die Sammlung umfasst drei kaiserliche Ikonen des berühmten Künstlers David der Maler, wovon zwei, Jesus Christus Segnend und die Jungfrau Maria mit dem Kind – Hodighitria, die Unterschrift des Autors haben, alle stammen von der Kirche in Ghighişeni. Ihm sind auch die Kaiserliche Tore von der Kirche aus Seghişte zu schulden, sie werden auch in der Sammlung ausgestellt.

Unter den örtlichen Malern, die in diesem Teil des Landes tätig waren, ist der Maler Teodor de Micherechi (heute Ortschaft in Ungarn) bemerkenswert. Er ist der Autor von zwei Holzikonen (Jungfrau Maria und das Kind – Hodighitria und Deisis, die aus 1768 sind) sowie die Jungfrau mit dem Kind, das letzte Bild hat die Unterschrift des Malers.
Unter den anderen Ikonen aus der Sammlung sind die Holzikonen bemerkenswert wegen ihrer Schönheit und des Reichtums der Dekoration, die als unverwechselbares Symbol das Motiv des gedrehten Seiles haben, sowie diejenige mit dem Titel  Jesus Christus Pantokrator vom Jahre 1741 und unterschrieben vom Maler aus Vicea, wie es aus der Schrift mit kyrillischen Buchstaben, die im oberen Teil der Ikone ist, resultiert. Vom 18. Jahrhundert und von großem künstlerichem Wert und sehr ausdrucksvoll sind auch die holzernen Praznicare-Ikonen in Temperafarbe und Blattgold wahrscheinlich vom gleichen Autor, die von einer griechischen Schule stammen.
Glassikonen: sind auch in grosser Anzahl und diejenigen stehen hervor, die die Jungfrau Maria mit dem Kind – Hodighitria, Eleusa (die Tröstliche) und die Tiefbetrübte Jungfrau Maria darstellen. Es gibt auch diejenigen, die aus anderen Bibelthemen inspiriert sind, wie die Geburt Jesus Christii, Einzug Christi in Jerusalem, oder diejenigen in Verbindung zu den Heiligen und Patronen, wie: der Heilige Nikolaos und der Große Märtyrer Georg. Die Mehrheit stammen vom Zentrum Nicula, zusammen mit den drei Ikonen vom Zentrum Iernuteni, die von einem berühmten Ikonenmaler mit Popa Sandu-Schule gemalt wurden, nämlich: die Jungfrau mit dem Kind – Hodighitria, der Heilige Nikolaos und der Erzengel Michael. Sie sind vom Jahr 1798 und haben einen außerordentliche Wert.

Kultgegenständesammlung

Diese umfasst eine grosse Anzahl von Liturgiegegenstände aus Tuch von einem großen künstlerischen Wert (wie der Heilige Antimis slavon, ein Holzschnitt auf Leinwand im Jahre 1692); holzerne Liturgiegegenstände. Insbesonderes holzerne Kreuze für Segnen, gemalt in Temperafarbe, die ältesten sind vom 18. Jahrhundert; die Sammlung umfasst auch einen Kreuz mit Postament vom 18. Jahrhundert, der in Temperafarbe gemalt ist, ein Hostienteller und manche Holzscheiben, ein holzerner Kelch und ein Kasten für die Aufbewahrung des Heiligen und Großen Salbölen; Liturgiegegenstände aus Metall: Kreuze, Kelche, Weihrauchfässer, Kommuniongeschirr, Heiligenschreine, Platten, Löffelchen, zweifacher und dreifacher Kerzenständer usw., die aus Metall, Silber, vergoldenem Silber hergestellt wurden, manche sind vom 18. Jahrhundert, andere von den 19. und 20. Jahrhundert. Unter den Kreuzen ist der wertvollste derjenige mit Filigran mit Postament, aus Silber und vergoldetem Silber von der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert, verziert mit Halbedelsteinen. Er hat im Innen einen Kreuz aus Zypressenholz, der auf einer Seite die Kreuzigung Jesu hat, und auf der anderen Seite die Epiphanie. Das ist ein Werk von einem ausserordentlichen künstlerischen Ausdruck. Wir erwähnen auch die Anwesenheit von drei silbernen Weihrauchfässern in der Sammlung vom 18. Jahrhundert mit einem besonderen historischen und künstlerischen Wert. Das älteste ist das Weihrauchfass vom 1762, das von den Brüdern Gavrilete zur Kirche aus Velenţa geschenkt wurde, das die Schrift hat: „Ierei Ioann Gavriilovici, Gheorghii Gavriilovici. 1762 – Anno 1762”.

Die Sammlung von Liturgiekleidung umfasst mehrere kirchliche Kleidungsstücke, woraus man merkt, was dem Bischof Nicolae Popovici von Oradea/Großwardein gehörte, hergestellt aus Seide, gestickt mit Gold- und Silberfaden, bestehend aus Sticharion, Sakkos, Stola, Omophorion, Gürtel, Ärmel und Epigonation.
Sicherlich, zu den bisher aufgezählten Kategorien kommen Sonstige Kultgegenstände mit einem unschätzbaren historischen, künstlerischen, architektonischen Wert hinzu. Unter denen ist der Glockenjoch aus Holz von 1686, der aus der holzernen Kirche, historischen Denkmal aus Boianul Mare, Kreis Bihor stammt; Bronzenglocke vom 1746, die aus der holzerne Kirche in Şumugiu stammt; die holzerne Kirchentür, von den Jahrhunderten 16 – 17, die aus der holzernen Kirche in Lazuri de Beius stammt, ein sehr seltenes Exemplar von alter rumänischen Kunst, das ein Skulpturlandschaft aus Rosetten, Ranken, gedrehten Seilen, tiergestaltige Bildern, inklusive Drache, ein Triptychon ähnlich den gotischen usw. präsentiert.